Lilt Labs | Brücke zwischen Forschung und Praxis in der Übersetzung

Unterstützung von Übersetzern mit KI: LocWorld – eine Zusammenfassung

Geschrieben von Drew Evans | 28.08.2020 07:00:00

Alessandra Binazzi hat selbst gesehen, was gute Lokalisierungsprogramme erreichen können, und weiß, was man dafür braucht. Schließlich versteht sie als Head of Global Localization bei ASICS Digital, wie man eine globale Marke ausbaut und in neue Standorte und Regionen bringt.

Vor kurzem setzte sich Binazzi bei der LocWorldWide42, dem neuesten Kapitel in der LocWorld-Konferenzserie, mit dem Mitbegründer und Chief Scientist bei Lilt John DeNero zusammen. Die diesjährige virtuelle Konferenz konzentrierte sich auf die Einbindung globaler Benutzer und die Bedeutung eines Kundenerlebnisses.

 

Akzeptable Qualität und darüber hinaus

Zu Beginn des Gesprächs sprach DeNero über die aktuelle Lage bei maschineller Übersetzung und Lokalisierung, was dort fehlt und welche Entwicklungen für die Zukunft zu erwarten sind. Und während maschinelle Übersetzung bereits zahlreiche Erfolge erzielt hat, lassen die Rohdaten noch einiges zu wünschen übrig.

Deshalb wenden sich viele Unternehmen dem MTPE-Prozess zu. Aber auch wenn professionelle Übersetzer jetzt am Prozess beteiligt sind, gibt es immer noch Qualitätsfragen. Der Übersetzer behebt lediglich das, was fehlerhaft ist. Daher klingt die Übersetzung wie die ursprüngliche maschinelle Übersetzung. Letztlich suchen Unternehmen nicht nach akzeptabler Qualität. Und sie haben auch keine Interesse an Projektverzögerungen aufgrund solcher Qualitätsprobleme.

Das Human-in-the-Loop-Übersetzungssystem hingegen verbessert sich mit jedem übersetzten Wort. Übersetzer akzeptieren oder weisen Vorschläge ab, was das System wiederum trainiert und die Genauigkeit verbessert. Das Ergebnis wird mehr Effizienz bei der Übersetzung sein (d. h. es werden nicht immer die gleichen Fehler behoben) und höhere Übersetzungsqualität.

 

Human-in-the-Loop im Einsatz

Binazzi sah die Ergebnisse aus erster Hand, als sie beschloss, Lilt mit der Lokalisierung für ASICS Digital an Bord zu bringen. Das digitale Ökosystem, das für E-Commerce, Fitness-Anwendungen, globales digitales Marketing und mehr zuständig ist, verbrachte zu viel Zeit mit der Übersetzung von Produktbeschreibungen.

Um das Wachstum weiter zu fortsetzen, verfolgte ASICS zwei neue Gebietsschemata: Polnisch und Portugiesisch. Um diese Sprachen auf den neuesten Stand zu bringen, mussten vier Reihen an Produktbeschreibungen bzw. das Vierfache der normalen Menge an Inhalten lokalisiert werden. Bei einem normalen Lokalisierungsprozess wäre das nicht möglich gewesen. Man hinkte bereits mit der Texterstellung hinterher. Wie konnten man die normale Leistung vervierfachen?

Man beschloss, mit Lilt zusammenzuarbeiten, und die Ergebnisse waren sofort klar: Kosteneinsparungen um 70 %, eine Verbesserung der Lieferzeit um 60 % bei gleichzeitiger Beibehaltung derselben Qualität wie mit professionellen Übersetzern.

 

Blick auf Innovation

Das Team von ASICS Digital arbeitet zukunftsorientiert und achtet darauf, dass es nicht selbstgefällig wird. Die Prozesse sollen intern weiter optimiert werden, sodass man sich auf bessere Reaktionszeiten und reibungslosere Produkteinführungen konzentrieren kann. Dabei konzentriert man sich in erster Linie auf mehr Automatisierung und Innovation, um das Gesamtbild im Auge zu behalten.

„Lilt erfüllt ein sehr wichtiges Innovationskriterium für uns. Und darauf sind wir sehr stolz“, sagte Binazzi. „Wir wollen weiter innovativ sein und orientieren uns hinsichtlich solcher Lösungen in Zukunft an Lilt.“

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Wenn Sie die gesamte Diskussion von der LocWorldWide42 anschauen möchten, finden Sie sie auf unserem YouTube-Kanal hier. Sie möchten mehr Qualität, Einheitlichkeit und Geschwindigkeit? Unterstützen Sie Ihren Übersetzungsprozess mit einem adaptiven Human-in-the-Loop-Workflow und fordern Sie noch heute eine Demo an.